Synthetisches Eis, manchmal auch als künstliches Eis bezeichnet („künstliches Eis“ ist jedoch auch der Begriff, der künstlich hergestellte Eisflächen beschreibt, die durch gefrierendes Wasser mit Kühlgeräten hergestellt werden), ist ein reibungsarmes, verschleißfestes Polymermaterial für Schlittschuhlaufen mit normalen Metallkufen-Schlittschuhen. Eine typische synthetische Eisbahn besteht aus vielen Platten mit dünnem Oberflächenmaterial, das auf einer stabilen, ebenen und glatten Fläche verlegt wird, um einen großen Eislaufbereich zu erstellen.
Synthetisches Eis ist seit mehreren Jahrzehnten erhältlich. Es ist eine hervorragende Alternative zu echtem Eis, das entweder kaltes Wetter für Natureis oder teuere Kühlgeräte zum Gefrieren von Wasser erfordert. Die erste bekannte Anwendung moderner Kunststoffe als Ersatz für Eis zum Eislaufen stammt aus den 60er Jahren. Es wurden damals Materialien wie Polyoxymethylen-Kunststoff verwendet.
Selbst heute gibt es noch viele synthetische Eisprodukte, die die gleichen generischen Polymere verwenden, die in den 60er Jahren verfügbar waren. Diese generischen Materialien weisen bedeutende Mängel auf. Der offensichtlichste Mangel ist, dass Eisläufer auf diesen Oberflächen nicht wie auf echtem Eis gleiten können, ohne dass regelmäßig eine Silikonverbindung aufgetragen wird. Diese Verbindung reichert sich auf der Oberfläche an, zieht Schmutz und Ruß an und ist die Quelle von viel Unzufriedenheit unter denen, die Schlittschuhlaufen auf synthetischem Eis der früheren Generation probiert haben.
Ein weiterer Mangel früherer synthetischer Eisprodukte waren die Verfahren des Zusammenbaus der Platten. Das älteste Verfahren war ein einfacher Stumpfstoß mit einer flachen Platte an die nächste anstoßend. Dieses Verfahren ergab Nahtstellen, die Eisläufer spüren konnten, oder im schlechteren blieb eine Schlittschuhkufe darin hängen und der Eisläufer stolperte oder fiel. Die Verwendung von Keilen auf den geraden Verbindungsstellen war eine Verbesserung, doch Temperaturschwankungen konnten bewirken, dass sich diese Verbindungen öffneten. Es entwickelten sich Variationen eines üblichen Schwalbenschwanzkeils für das Zusammenhalten der Platten, doch die Platten konnten sich nach wie vor nach oben und unten verschieben, sodass es oft Abweichungen an den Nahtstellen gab. Einige versuchten, die Platten zusammenzuschweißen; die zweite Seite wurde dadurch nutzlos. Die Nähte konnten nicht perfekt gefertigt werden. Das Ganze konnte nicht mehr bewegt werden und Torhüterbereiche wurden stark beansprucht, was zu Löchern führte und die gesamte Fläche unbrauchbar machte.
Diese Mängel genügten, um synthetischem Eis über die 70er, 80er und 90er Jahre einen schlechten Ruf zu verleihen.
Perry Boskus, ein Mann der sein Leben den Eissportarten widmete, hat die Idee von synthetischem Eis stets geschätzt. Er testete die Flächen, die in den 80er Jahren verfügbar waren, und befand wie alle anderen, dass sie in vielerlei Hinsicht unzureichend waren. Er wusste, dass es eine bessere Lösung geben musste, und machte es sich zum persönlichen Ziel, diese zu finden. Nach Jahren der Forschung und Entwicklung mit Chemieingenieuren und Maschinenbauingenieuren und Tests mit einer Vielzahl von Eisläufern auf der ganzen Welt war Perry Boskus mit der Erfindung von Super-Glide® erfolgreich.
Die Super-Glide® Fläche basiert auf ähnlichen Materialien wie Produkte in der Vergangenheit, doch das proprietäre Polymer ist speziell für das Schlittschuhlaufen konzipiert. Super-Glide® hat auch ein einzigartiges Gleitmittelprodukt entwickelt, das auf die Oberfläche aufgetragen wird, um der Fläche das letzte Quentchen von Gleitfaktor zu verleihen, sodass sie sich wie Eis anfühlt! Dieses Gleitmittel ist speziell für die Eigenschaften der Super-Glide® Fläche konzipiert, sodass die Oberfläche niemals klebrig erscheint und keine Verunreinigungen anzieht.
Super-Glide® verwendet zudem ein innovatives, zum Patent angemeldetes Zusammenbauverfahren, das verhindert, dass sich die Nahtstellen nach oben und unten verschieben, und alle Probleme im Zusammenhang mit Ausdehnung und Schrumpfung der Platten bei starken Temperaturschwankungen beseitigt. Anlagen von voller Größe im Freien sind jetzt möglich.
Alle diese Komponenten, das speziell konzipierte Polymer, das Gleitmittel, die präzisen Produktionsverfahren und das innovative Zusammenbauverfahren, machen gemeinsam Super-Glide® eine beinahe magische synthetische Eisfläche. Alle die Probleme, die Perry beim synthetischen Eis der früheren Generation festgestellt hat, wurden gelöst. Super-Glide® IST die Zukunft von synthetischem Eis.
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